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Kantonsärztin Marina Jamnicki

Der Einstieg von Kantonsärztin Marina Jamnicki 2020 war steil: Kurze Zeit nach ihrem Neuantritt, kam die Pandemie. Von 0 auf 100 waren sowohl ihre Expertise als auch ihre kommunikativen Fähigkeiten gefragt.

Die öffentliche Gesundheit im Zusammenhang mit übertragbaren Krankheiten gehören zu den Kernaufgaben der Kantonsärztin. Seien dies Fälle von Masern in Schulklassen, oder Legionellen, die in sanitären Einrichtungen auftreten können und schwere Lungenentzündungen verursachen, aber auch sexuell übertragbare Krankheiten oder eben wie 2020: das Corona-Virus.

Bei übertragbaren Krankheiten berät die Kantonsärztin die betroffenen Institutionen, wie die Übertragungswege unterbrochen werden können. Ihr Fokus liegt dabei immer auf der öffentlichen Gesundheit und nicht auf dem Einzelfall. "Mein Ziel ist, dass aus einem gemeldeten Fall nicht ein Ausbruch wird", sagt Marina Jamnicki.

Die Kantonsärztin ist auch zuständig für die verschiedenen Impfprogramme im Kanton. Etwa jenes gegen Humane Papillomaviren für Jugendliche. "Das spannende an der öffentlichen Gesundheit ist, dass ganz unterschiedliche Themen zusammen kommen", sagt Jamnicki. So arbeitet sie mit Experten aus den verschiedensten Fachgebieten zusammen. Mit Biologen, wenn es um die Ausbreitung von Tigermücken oder Zecken als Krankheitsträger geht, mit Raumplanern, wenn es darum geht, bei zunehmender Erwärmung in städtischen Gebieten kühle Inseln für die fragile Bevölkerung zu schaffen oder mit Sozialarbeitern oder den Strafvollzugsbehörden, wenn es um die verschiedenen Süchte geht.

Die Kantonsärztin hat auch eine Aufsichtsfunktion über die Ärztinnen und Ärzte im Kanton. Gehen gegen diese Beschwerden ein, so bearbeitet Jamnicki die Beschwerden gemeinsam mit dem Rechtsdienst im Gesundheitsamt.

Aus der Coronazeit hat die Kantonsärztin auch für sich persönlich Lehren gezogen. "Der raschen Wissenvermittlung gegen Innen und gegen Aussen kommt in der Krise eine grosse Bedeutung zu", sagt sie. Ebenso der effizienten Teamarbeit: "Diese ist fundamental, wenn schnell Entscheidungen gefällt werden müssen, die von grosser Tragweite sind." 

 

Gesundheitsförderung Kanton Graubünden