Erarbeitung politische Rahmenbedingungen
Für die gesunde Entwicklung eines Kleinkindes ist ein liebevolles familiäres Umfeld ebenso wichtig wie gesundheitsfördernde, qualitativ hochwertige und für alle erschwingliche Angebote der frühen Förderung auf kommunaler oder regionaler Ebene.
Mit der Entwicklung eines Konzepts Frühe Kindheit mit Fokus Gesundheitsförderung nimmt die Gemeinde/Region ihre Verantwortung für diese Lebensphase wahr und schafft gesundheitsförderliche Aufwachsbedingungen sowie gute Rahmenbedingungen für qualitativ hochstehende Angebote in diesem Bereich. Diese sorgen für gerechtere Chancen beim Eintritt in den Kindergarten.
Bevor die Gemeinde den Entscheid der Konzeptentwicklung fällt, werden gemeinsam die dafür wichtigsten Eckpunkte diskutiert und definiert, insb. die kommunale/regionale Ausgangslage, gewünschte Wirkung sowie eine Schärfung der Ziele, Zielgruppe(n) und Themen. Falls sinnvoll ist eine Ausweitung auf die Lebensphasen Kindheit, Jugend und Alter möglich.
In einem ersten Schritt der Konzeptentwicklung wird die Ist-Situation von Angeboten und Strukturen auf kommunaler/regionaler Ebene erfasst. Darauf aufbauend werden im Umsetzungskonzept Ziele formuliert und Massnahmen abgeleitet, die in einem breit abgestützten Umsetzungsplan münden.
Die Entwicklung des Konzepts basiert auf dem nationalen Leitfaden Primokiz. (siehe weiterführende Links)
Zielgruppe/n
Politische Entscheidungstragende auf kommunaler oder regionaler Ebene
Ziele des Projektes
Die Gemeinde oder Region entwickelt und verankert politische und organisatorische Rahmenbedingungen für eine aktive, zielorientierte und langfristig angelegte Politik der frühen Kindheit mit Fokus Gesundheitsförderung, um:
- ein gemeinsames Verständnis von früher Förderung zu entwickeln
- gesundheitsfördernde Aufwachsbedingungen für Kleinkinder zu erhalten oder zu verbessern
Inhalte des Angebots
- Beratung zu Gesundheitsförderung in der Frühen Kindheit
- Unterstützung mit Argumentarien
- Finanzierung einer externen Prozessbegleitung (Primokiz Experte), welche die Konzeptentwicklung in der Gemeinde/Region unterstützt, für max. 32 Stunden
- Finanzielle Unterstützung bis max. CHF 10'000.- (max. 50 % der Gesamtkosten) zur Entwicklung des Konzepts
Rahmenbedingungen
- Grundsatzentscheid der kommunalen/regionalen Politik mit Auftrag zu mindestens einer Situationsanalyse
- Unterzeichnung einer Vereinbarung mit dem Gesundheitsamt
- Gemeinde/Region stellt eine geeignete Projektleitung, ca. 10–20 Prozent eines Jahrespensums, 1.5 - 2 Jahre
- Gemeindevorstandsmitglied (z.B. Beauftragte/r für Gesundheitsförderung und Prävention) vertritt Gemeinde in der Steuergruppe
- Genehmigung des Konzepts durch die Gemeinden/Region und Auftrag zur Umsetzung (inkl. Finanzierung)
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